Der Mann mit den Drakas

Goblinoide, Echsen und unruhige Nächte

8. November 2014 - Mauer

Tag 5 Fortsetzung: Am Fingerfelsen

Das Nachtlager wurde in den schützenden Hügeln um den Fingerfelsen aufgeschlagen. Die Wache zur Mitte der Nacht, die sogenannte Hundswache, übernahm Arkon Silbersträhne. Wie aus dem Nichts erschien vor ihm eine monströse Mischung aus Wolf und Hund mit der verzerrten Fratze eines Goblins. Hautfetzen hingen von seinem Fell, als sei er gerade erst aus einer anderen, kleineren Form, ausgebrochen. Während dem kurzen Moment der Überraschung schien es, als knurrte er etwas. Ein zweiter Blick von Arkon, und sei es seiner Müdigkeit oder dem Flackern des Feuers geschuldet, die Kreatur flimmerte. Gerade als sein Alarmschrei die Übrigen weckte und ein mächtiger Hieb seiner Glimmaxt bevorstand sah Arkon das Wesen mit anderen Augen. Das Lagerfeuer! Es muss gelöscht werden, koste es was es wolle! Es wird uns alle verbrennen.

Pall’raer und Fax, Asks Tiergefährte, realisierten die Situation als erstes. Aus den Fingern des Gnomes entfesselte sich pure magische Energie in Richtung der Bestie, während der Dachs weiter anstürmte, zum Sprung ansetzte und zubiss. Sein Biss ging ins Leere, obwohl die Kreatur doch genau an diesem Platz stand!

Kel sammelte das Nötigste ein und machte sich auf in den Kampf einzuschreiten, aus den Augenwinkeln sah er Arkon am Feuer. Der hatte doch ernsthaft eine Phiole aus dem Rucksack genommen und wollte diese ins Feuer gießen.

Nach schnellem Spurt und abgelenkt in einem kurzen Handgemenge gelang es Kel beide Trageriemen von Arkons Rucksack zu zerschneiden und so größeren Schaden zu vermeiden, doch der Inhalt der Phiole hatte sich bereits aufgelöst in nichts als Rauch in der Nacht über dem Blutschwurtal.

Auch Ask griff mittlerweile ein und die Faust des muskelbepackten Druiden drosch auf die Kreatur ein, die er als Barghest identifizierte. Sein Faustschlag genügt normalerweise um einen ausgewachsenen Bären oder Bullen nieder zu werfen. Und auch hier – der Barghest trat einige Schritte zurück und verschwand.

Wenn da nur die Stimme nicht wäre die Arkon seit dem in unregelmäßigem Abstand in seinem Kopf hat… “du hättest es sein können”.

Tag 6: An der Brücke

Am Morgen ruft Ask einen kleinen Vogel als Tierboten herbei, um ihn zu Eichbraue, dem Einsiedler, im Westen des Tales zu schicken.

Gegen Mittag wurde die neu fertig gestellte Brücke über die Eisschnelle erreicht. Nach einem kurzen Plausch mit den Arbeitern ging die Reise weiter in Richtung Süden. Und natürlich lies es sich Pall’raer nicht nehmen als erster die Brücke zu überqueren und in Augenschein zu nehmen.

Weiter geht die Reise in südlicher Richtung zum Dunstsee. Etwas ratlos am See angekommen, da es keine erkennbaren Spuren gibt, ist es Pall’raer der sich seiner Herkunft besinnt, die Fähigkeit seines Volkes nutzt, um eine Libelle nach den Echsen und dem Weg zu ihnen zu fragen.

Tag 7: Im Sumpf

Nach einer unruhigen Nacht zwischen See und Sumpf voller Insektenstiche und nicht ganz ausgeruht soll die Reise fortgesetzt werden in Mitte Sumpfes in Richtung des Echsendorfes. Da ein Marsch durch den Sumpf sehr beschwerlich ist, zieht man es vor durch die Luft zu reisen. So erhebt sich eine Schreckensfledermaus samt Passagier.

Im Laufe des Tages taucht ein gewaltiger Hügel aus Erde und Steinen auf, der über und über mit den Knochen zahlreicher Raubtiere des Sumpfes bedeckt ist.

Kurz nach der Landung wird man von vier Echsenmenschen in Empfang genommen, die durch die Öffnung aus dem Hügel treten. Nachdem ein Geschenk und alle Waffen abgelegt sind, lässt man die Gruppe durch einen dicken Ledervorhang ins Innere des Hügels passieren.

Im Inneren des Hügels befindet sich ein großer, stiller Tümpel dunklen Wassers, auf dem hier und da eine helle Flamme lodert. Auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes ist ein Thron aus Tierknochen errichtet. Auf dem Thron sitzt die fast 2 Meter große, bullige Gestalt des Häuptlings. Er trägt zahlreichen zeremoniellen Schmuck und Knochenamulette. Er stellt sich als Kassmak vor, mit sehr lang gezogenem “s”. Leider stellt sich die Konversation als äußerst schwierig heraus, da niemand des Drakonischen mächtig ist. Auch der dazukommende Schamanenpriester Ulpesk stellt sich hierbei nicht als Hilfe heraus.

Mit Händen und Füßen gelingt es jedoch einige Informationen zu sammeln. Der Fingerfelsen dient als ein Platz des Schutzes für die Echsenwesen. In diesem Zusammenhang werden sowohl Drakas, als auch Goblinoide genannt. Der Name Medusa fällt in jedem zweiten Satz. Woraufhin der stets gut ausgerüstete Kell stolz seine Rauchglasbrille präsentiert.

Kassmak macht das Angebot einer gemeinsamen Mahlzeit, schnell einigt man sich auf Fisch, da bei der Gruppe das Alternativgericht Echse nicht allzu weit oben auf der Speisekarte steht und man freut sich über die Gastfreundschaft der Echsenmenschen…

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thph

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